Feuerlein Symposium 2022

Es ist uns eine große Freude, Sie zum fünften Feuerlein-Symposium zur Versorgungsforschung in der Suchttherapie einzuladen, welches am 15. November 2022 in Heidelberg stattfindet.

Wilhelm Feuerlein (1920-2015) hat sich zeitlebens als Arzt und Wissenschaftler für eine bedarfsorientierte, evidenzbasierte und nicht-stigmatisierende Behandlung von Suchterkrankten eingesetzt. Als Gründungsmitglied und erster Präsident der Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie (DG-Sucht) sowie als Mitglied der Psychiatrie-EnqueteKommission des Deutschen Bundestages hat er maßgeblich an einer verbesserten Versorgung suchtkranker Menschen mitgewirkt. Im Jahr 2017 wurde das Feuerlein Centrum für Translationale Suchtmedizin (feuerleinCTS) gegründet, um diese Tradition der am Patientenbedarf orientierten und zugleich wissenschaftlich fundierten Forschung und Versorgung fortzuschreiben.

Das Feuerlein-Symposium widmet sich in diesem Jahr dem Thema „Digitalisierung in der Suchthilfe“. Die Beiträge reichen dabei von den in der Corona-Not gemachten Erfahrungen in der Suchtprävention, bot-gestützte Angebote bis hin zu digitalen Diagnosen und Interventionsangeboten. Die national und international hochangesehenen ReferentInnen präsentieren und diskutieren die aktuellen Ergebnisse dieser hochrelevanten Themengebiete.

Besonderer Dank gilt der Deutschen Suchtstiftung, der DG-Sucht, der Hetzler Stiftung sowie dem Psychiatrischen Zentrum Nordbaden und dem Zentralinstitut für Seelische Gesundheit für ihre Unterstützung des Symposiums.

Wir freuen uns auf Ihre aktive Teilnahme und einen inspirierenden Tag in der Heidelberger Altstadt.

Programm

Dienstag, 15. November 2022

8:30 - 9:00 Uhr
Get together und Anmeldung

9:00 - 9:15 Uhr
Grußworte

Ministerium für Soziales und Integration Baden Württemberg
Deutsche Suchtstiftung
Hetzler Stiftung

9:15 - 10:00 Uhr
Begrüßung

Tobias Link, Wiesloch
Falk Kiefer, Mannheim
Ulrich Frischknecht, Mannheim, Köln

10:00 - 10:30 Uhr
Kaffeepause

10:30 - 12:00 Uhr
Suchtprävention und Digitale Entwicklungen

Vorsitz: Tobias Link / Peter Salat / Maurice Cabanis

Neue Medien - neue Möglichkeiten in der Suchtprävention
Severin Haug, Zürich

Chancen und Risiken einer stärkeren Digitalisierung in der Suchtprävention?
Veronika Möller, Hamburg

Ecological Momentary Assessment zur Prävention und Frühintervention bei drogeninduzierten Psychosen
Tobias Link, Wiesloch

12:30 - 13:30 Uhr
Mittagspause

13:30 - 15:00 Uhr
Digitale Tools zur Versorgungsoptimierung

Vorsitz: Ulrich Frischknecht / Anne Koopmann

Digitalisierung im Kontext von Screening und bevölkerungsorientierten individualisierten Interventionen zur Reduktion von Alkoholkonsum
Sophie Baumann, Greifswald

Digitale Suchtbehandlung - von der Koordination bis zur Substitution
Maurice Cabanis, Stuttgart

Digitale Suchthilfe aus Betroffenensicht – Besser als nichts, nichts ist besser oder besser nicht?
Ronald Fischer, Mannheim

15:00 - 15:30 Uhr
Kaffeepause

15:30 - 17:00 Uhr
Online tools für Beratung und Behandlung

Vorsitz: Falk Kiefer / Claus Staudter

Konsumkontrolle und mehr: digitale Anwendungen zur Unterstützung des Rauchstopps
Anil Batra, Tübingen

DigiSucht: Aufau einer träger- und länderübergreifenden Beratungsplattform
Fabian Leuschner, Berlin

Staerke 2.0 – Eine mobile App für suchterkrankte Eltern zur ressourcenorientierten Kompetenzstärkung in Erziehung und Abstinenz
Anne Koopmann, Mannheim

 

Das Programm finden Sie hier auch als Download.

Anmeldung

Veranstaltungsort

Internationales Wissenschaftsforum Heidelberg (IWH)

Teilnahmegebühren
50,- Euro (Studierende: 25,- Euro), Online-Teilnahme kostenlos

Sprache
Deutsch

Fortbildungspunkte sind bei der Landesärztekammer beantragt

Sie können sich hier zum Symposium anmelden.

Zu den ReferentInnen

  • Prof. Dr. rer. med. Sophie Baumann
    Diplom-Psychologin, Leiterin der Abteilung Methoden der Cummunity Medicine, Institut für Community Medicine, Universitätsmedizin Greifswald
  • Prof. Dr. med. Anil Batra
    Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Stellv. Ärztlicher Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Leiter der Sektion Suchtmedizin und Suchtforschung, Universitätsklinikum Tübingen
  • Prof. Dr. sc. hum. Ulrich Frischknecht
    Psychologischer Psychotherapeut, Professor für Sucht und Persönlichkeitspsychologie, Deutsches Institut für Sucht- und Präventionsforschung, Katholische Hochschule NRW, Köln
  • Ronald Fischer
    Diplom-Ingenieur, Vertreter der Suchtselbsthilfe, Betroffenenbeirat des ZI Mannheim
  • Fabian Leuschner
    Diplom-Psychologe, Geschäftsführer der delphi-GmbH, Berlin
  • PD Dr.rer. med. Dr. phil. Severin Haug
    Diplom-Psychologe, Forschungsleiter am Schweizer Institut für Sucht- und Gesundheitsforschung, Zürich
  • Prof. Dr. med. Falk Kiefer
    Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Lehrstuhl für Suchtforschung an der Universität Heidelberg, Ärztlicher Direktor der Klinik für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Feuerlein Centrum für Translationale Suchtmedizin, Mannheim
  • Dr. med. Maurice Cabanis
    Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Ärztlicher Direktor der Klinik für Suchtmedizin und Abhängiges Verhalten, Center of Clinical Innovation in Addiction Research (CORE) gUG, Klinikum Stuttgart
  • PD Dr. med. Anne Koopmann
    Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Oberärztin der Klinik für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Mannheim
  • Veronika Möller
    Kriminologin, Volljuristin, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung, Hamburg
  • Tobias Link
    Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Chefarzt der Klinik für Suchttherapie und Entwöhnung des Psychiatrischen Zentrums Nordbaden, Feuerlein Centrum für Translationale Suchtmedizin, Wiesloch